Mag. Naama Isabelle Fassbinder aus Wien – Was ist Kinesiologie?

Die Kinesiologie ist eine der effektivsten und modernsten Methoden zur Stressreduktion.

Der Name "Kinesiologie" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Lehre von der Bewegung (Kinesis)".

Die Kinesiologie verbindet Erkenntnisse traditioneller, chinesischer Medizin (Akupunktur/Meridiansystem) mit moderner westlicher Heilkunde.

Geschichte der Kinesiologie:

Schon der griechische Arzt Hippocrates verwendete vor mehr als 2000 Jahren den Muskeltest zur Diagnose von Nervenverletzungen und die indianischen Mayas testeten vor 500 Jahren, mit Hilfe der Muskeln, Wasser auf seine Genießbarkeit.

In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts verwendeten die französischen Ärzte Charcot und Babinski den Muskeltest für neurologische Untersuchungen. Nachdem die amerikanischen Krankengymnasten Florence und Henry Kendall in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Testsystem für jeden Muskel entwickelt hatten, entdeckte der US-Chiropraktiker Dr. George J. Goodheart 1964, dass die Muskeln nicht nur Aufschluss über physischen, sondern auch psychischen Stress geben können. Diese Testmethode wurde dann u.a. von Dr. Klinghardt weiterentwickelt.

Die Kinesiologie ist ein körperliches Biofeedback-System. Bei Stress werden bestimmte Muskelgruppen kurzfristig schwach. Daher sagt man zu jemandem, dem man eine schlechte Nachricht überbringt: "Bitte setz dich", weil derjenige sonst aus Schwäche zittern oder zusammenbrechen könnte. Das Muskeltesten ist eine subtile Form davon. Dabei ziehe ich an beiden Armen des Klienten, wodurch der Körper mir klar zeigt, was "ja" und "nein“, Stress und Positives für ihn bedeuten.

Ablauf einer Sitzung:

Damit ein Mensch sich ausgeglichen fühlt, müssen seine Gehirnhälften im Gleichgewicht sein.

Heutzutage wird jedoch durch Überbetonung des rationalen Denkens (speziell seit Descartes und Kant), durch Anspannung im Beruf und ununterbrochene Berieselung durch die Medien (ständige Erreichbarkeit...) die linke, logische Gehirnhälfte, überbetont, was Stress pur bedeutet, da die Gehirnwellen dabei in Beta (sehr hohe und schnelle Frequenz) schwingen.

Daher zeige ich meinen Klienten als erstes eine sehr leicht zu handhabende Technik, um die Gehirnhälften ins Gleichgewicht und die Gehirnwellen auf Alpha (wie kurz vor dem Einschlafen) oder noch tiefer zu bringen.

Dafür verwende ich in der 1. Sitzung die tibetische Acht, auch Atem-Gleichgewichts-Technik genannt, die in kürzester Zeit zu völliger Entspannung führt. Ich verbinde diese Technik, bei der Arme und Beine überkreuzt werden (Überkreuzen des Körpers führt immer zum Gleichgewicht der Gehirnhälften), mit einer kurzen geführten Meditationsreise. Danach fühlt sich der Klient angenehm entspannt und zugleich wach.

Diese Gehirnausgleichsübung wird der Klient nun täglich ca. 3 - 4 Wochen lang 5 - 10 Minuten praktizieren, bevor er eventuelle Affirmationen jeweils dreimal wiederholt. Die Affirmationen sind viel effektiver, wenn die Gehirnhälften vorher ins Gleichgewicht gebracht wurden. Das Gehirn braucht 21 - 28 Tage regelmäßiges tägliches Üben (dem Üben eines Musikinstrumentes vergleichbar, das man täglich üben muss, um es perfekt zu können), um die neuen positiven Glaubenssätze zu verankern.
Der Klient erlernt dabei auch eine Kurzversion der Entspannungstechnik, die ihn bei Stress bereits nach ca. 1 Minute entspannen lässt. Der Klient ist also aufgefordert, selbst regelmäßig an seiner Heilung zu "arbeiten", indem er sich entspannt und seine Affirmationen sagt. Denn die Stresslösung durch die Sitzung bei mir hält nur ca. 3 Wochen an, wenn keine Affirmationen gesagt und keine Übungen gemacht werden.
Aufgrund der vorher mangelnden Ruhe wegen der oben erwähnten ständigen Erreichbarkeit und des Vernunftdenkens, wird der Klient bald merken, wie wohltuend es ist, sich täglich 5 , 10 oder auch 20 Minuten Entspannung oder Meditation zu gönnen und zur Ruhe zu kommen, was ihn insgesamt entspannter und fröhlicher werden lässt. Anschließend klopft der Klient sanft auf seine Thymusdrüse, was das Immunsystem und die Lebensfreude aktiviert (Man kann dies bei Gorillas und bei Sportlern vor dem Wettkampf beobachten - die Thymusdrüse ist bei Erwachsenen, die nicht viel lachen und singen, meist nur noch wenig aktiv).

Dann befrage ich den Klienten kurz, ob es bemerkenswerte Ereignisse in seiner Kindheit oder während der Schwangerschaft gab. Den Stress, den der Klient in der Gegenwart hat, bringt er meist nicht (mehr) mit einem Ereignis aus der Vergangenheit zusammen, jedoch liegt die Ursache des aktuellen Unwohlfühlens immer in einem vergangenen Ereignis. Über die Muskeln kann der genaue Zeitpunkt des belastenden Ereignisses herausgefunden werden. Nun folgt eine Abfrage des Körpers über die Armmuskeln, ob der Körper und die Psyche ganz in Balance sind, oder ob dafür noch eine zusätzliche Übung gebraucht wird. Ich frage auch ab, ob der Körper genug Flüssigkeit hat, sonst sollte der Klient Wasser trinken. Am Tag der Sitzung und in den folgenden Tagen sollte der Klient besonders viel Wasser trinken, da Emotionen mit Wasser zusammenhängen, und wenn negative Emotionen gelöst werden, sollten diese Gifte, die sich dann im Körper manifestieren, ausgeschwemmt werden..

Im Körper werden alle Erlebnisse gespeichert, auch die, die vergessen oder "verdrängt" wurden, bis hin zur Zeugung oder noch weiter zurück... Dr. John Diamond prägte daher den Satz "DER KÖRPER LÜGT NICHT". man kann also über die Muskeln Ereignisse aus der Vergangenheit, die Stress verursachten, aber ins Unterbewusste verschoben wurden (um trotz des Ereignisses mit dem Leben weiter zurechtzukommen), wieder herausfinden und dann mit Kinesiologisch-Energetischen Methoden den Stress lösen bzw. dem Klienten wird dabei geholfen, seine Selbstheilung anzuregen, indem das Stress verursachende Ereignis neu bewertet wird. Dies wird u.a. mit Methoden der Gehirnintegration erreicht, indem der Klient in verschiedene Augenblickrichtungen (jede Blickrichtung aktiviert eine bestimmte Gehirnregion) schaut und Affirmationen (positive Glaubenssätze) eventuell mehrmals wiederholt, bis er keinen Stress mehr empfindet. Die Kinesiologie ist eine sehr sanfte Methode, es kommen immer nur Ereignisse aus der Vergangenheit ans Licht, deren Aufarbeitung der Klient gut verkraften kann. Indem ich dem Klienten Stirn (Dort liegt das Zentrum für Neues und Kreativität) und Hinterkopf (dort liegt das alte Reptiliengehirn, das kontrolliert, dass alle Prinzipien eingehalten werden und das man braucht, um Dinge zu wiederholen, wie gehen, Zähneputzen etc.) halte, verbinden sich diese beiden Gehirnregionen und der Klient erhält ein ganzheitliches Bild und kann sich wieder leichter erinnern.
Hat der Klient eine körperliche Beschwerde, z.b. eine Allergie, so werden zusätzlich zu den psychischen auch die körperlich-strukturellen, energetischen oder chemischen (Schadstoffbelastung, Übersäuerung, Mangel an Vitalstoffen) Ursachen gesucht. Eine Beschwerde ist immer auch eine Beschwerde der Seele, d.h. die Seele hat bereits über die Innere Stimme dem Klienten mitgeteilt, dass sie möchte, dass er etwas an seinem Leben ändert, aber der Klient wusste dies entweder nicht zu deuten oder hat nicht auf seine innere Stimme oder Gefühle gehört, sodass sich die Beschwerde nun im Körper manifestiert hat.

Um den Stress zu lösen, ist es wichtig, seine Schattenseiten, d. h. sich selbst mit allen Schwächen und Stärken völlig akzeptieren zu lernen. Alte behindernde negative Glaubenssätze, die der Klient in der Vergangenheit, meist in der Kindheit, von Bezugspersonen lernte, indem er z.b oft hörte "Das kannst du nicht, dafür bist du zu klein, zu unfähig..." können mit verschiedenen energetischen Methoden aufgelöst werden, u.a. auch mit "Ho´oponopono", einer sehr effektiven hawaiianischen Heilmethode zur Konfliktlösung, durch die der Klient sich selbst und den anderen vergeben kann. Vergebung ist überhaupt eine der Grundvoraussetzungen zur Heilung, auch wenn sie manchen Menschen schwer fällt. Wenn ein Mensch jedoch nicht vergeben kann, schadet er nicht dem anderen, sondern sich selbst, indem er energetisch durch den Groll an den anderen Energie verliert. Man tut sich also nur Gutes, indem man dem anderen vergeben kann. Dies gelingt am besten, indem man sich in denjenigen, der einem etwas "antat", hineinversetzt und erkennt, dass auch der eine problematische Kindheit hatte oder sonst ein schwieriges Leben hatte. Auch kann man dadurch lernen, dass nichts persönlich zu nehmen ist. Der Klient lernt, dass niemand einem absichtlich etwas Negatives antut, sondern derjenige im Moment der negativen Handlung glaubte, nicht anders handeln zu können, aufgrund von Konditionierungen durch Bezugspersonen in dessen Vergangenheit. In dem Moment, in dem also eine Person jemandem etwas "antut" (durch Worte oder Taten) reagiert diese Person gar nicht auf denjenigen, dem er es im Moment antut (derjenige ließ das '"Fass nur zum überlaufen bringen"), sondern er fühlt sich an eine Situation aus der Vergangenheit, meist aus der Kindheit, erinnert und handelt also wieder so, als wäre er ein Kind und keine reife Persönlichkeit. Wenn der Klient dies versteht, kann er einen Schritt zur Vergebung bzw. zumindest zum Frieden hin machen. Wobei es sehr wichtig ist, dass der Klient auch sich selbst vergeben kann, denn immer, wenn einem etwas "angetan" wird, kann man sich auch nicht selbst vergeben, dass dies geschah..

Hilfreich für den Klienten ist es auch zu erkennen, dass Trennung zwischen dem Menschen und einer höheren Macht, zwischen den Menschen untereinander und der Welt nur eine Illusion ist, eine Illusion, die das Ego unter allen Umständen versucht, aufrecht zu erhalten. Denn wenn diese Illusion entkräftet wird, löst sich das Ego ja auf. Dass wir alle Eins sind, was die alten spirituellen Meister schon wussten, ist mittlerweile durch die Forschungen der Quantenphysik hinreichend erwiesen. Wenn wir also Eins mit allem sind, gibt es gar keinen anderen, den wir beschuldigen können (was das Ego immer tut, um sich selbst nicht schuldig zu fühlen, dass es an der angeblichen Trennung schuld sei) , er hätte uns angegriffen bzw. etwas angetan. Das Ego projiziert ständig alle unangenehmen Gefühle nach außen, d.h. es beschuldigt immer andere dafür, was es, meist unbewusst, in sich selbst hat... daher heißt es in "Ein Kurs in Wundern" : "Jeder Angriff ist in Wirklichkeit ein Ruf nach Hilfe und nach Liebe." mit dem Angriff möchte derjenige in Wirklichkeit sagen: "Bitte zeige mir, dass ich liebenswert bin, obwohl ich dich angreife." Um den Ärger durch den "Angriff" zu lösen, ist Vergebung nötig, und natürlich Humor, also sich selbst und die anderen nicht so wichtig, leichter, zu nehmen. Genauso haben die Experimente der Quantenphysik bestätigt, dass wir durch die Kraft unserer Gedanken alles erreichen können, was wir uns wünschen und vorstellen und dass jeder Gedanke dazu tendiert, Realität zu werden. Eben besonders auch unterbewusste negative Gedanken. also ist es doch besser, sich seiner Gedanken bewusst zu werden und sie positiv zu lenken, um seine Ziele zu erreichen...

Dafür müssen aber zuerst die negativen Glaubenssätze aufgelöst und in positive transformiert werden, sonst wirken positive Gedanken nicht, da das Unbewusste immer stärker als der bewusste Verstand ist.

Am Ende der Sitzung findet der Klient meist noch ein inneres Bild der Entspannung oder Freude, das ihm hilft, sich bei Stress sofort besser zu fühlen und bald dazu führt, sich durch eine Situation gar nicht mehr so gestresst zu fühlen wie früher.

Der Klient wird erst "entlassen", wenn die Muskeln klar anzeigen, dass der Stress bezüglich des Themas, das den Klienten vor der Sitzung belastete, völlig gelöst ist.